Faltenentstehung und Vorbeugung
 

Im Laufe der Jahre bekommt jeder Mensch Fältchen, das ist ganz normal und „menschlich“. Dabei verliert die Haut mit der Zeit an Elastizität und die Feuchtigkeit kann nicht mehr so gut gespeichert werden, sodass auch die Spannkraft nachlässt. Mit ausreichend Schlaf, einer ausgewogenen Ernährung und sorgfältigem Sonnenschutz lässt sich die Faltenbildung jedoch verzögern.

Warum entstehen Falten?

Der natürliche Alterungsprozess der Haut macht sich schleichend mit ersten Linien bemerkbar. Die Ursache für die Faltenbildung liegt in den tieferen Hautschichten. Dort befinden sich die kollagenen und die elastinen Fasern der Haut, die für das Wasserbindevermögen und die Spannkraft der Haut verantwortlich sind.

Mit den Jahren verlieren diese Fasern an „Kraft“, die Haut kann weniger Feuchtigkeit speichern und verliert somit an Elastizität.

Aber auch äußere Faktoren können die Faltenbildung begünstigen und machen etwa 90 Prozent der vorzeitigen Hautalterung aus. Hauptfaktor ist hierbei das UV-Licht und damit sind natürlich auch exzessive Besonnungen gemeint. Hier helfen entsprechende Pflegeprodukte mit Lichtschutzfaktor. Alkohol, Nikotin sowie bestimmte Medikamente können sich ebenfalls das jugendliche Erscheinungsbild der Haut auswirken.

Welche Faltentypen gibt es?

Falten lassen sich je nach Entstehungsort und Ursache einteilen:

  • Die sogenannten Schwerkraftsfalten treten meist an Hals und Kinn auf. Zudem wird aber auch nach einer starken Gewichtsabnahme von einer verminderten Spannkraft der Haut gesprochen.
  • Mimische Falten sind die typischen Mimikfalten, wie zum Beispiel ausgeprägte Zornesfalten zwischen den Augenbrauen. Diese sind auf die Gesichtsmuskulatur zurückzuführen.
  • Periorale Falten entstehen um den Mund herum. Hingegen werden die Falten zwischen Nase und Mund als Nasolabialfalten bezeichnet.
  • Mundwinkelfalten lassen einen Menschen häufig traurig wirken, da sie den Mundwinkel optisch nach unten verlängern.
  • Die sogenannten aktinischen Falten entstehen durch übermäßigen UV-Genuss. Vor allem Solariumgänger und Sonnenanbeter sind hiervon häufig betroffen.
  • Krähenfüße sind dem Lachen geschuldet. Diese kleinen Fältchen sind typische Lachfältchen um die Augen.

Falten vorbeugen – was kann Kosmetik wirklich leisten?

Falten lassen sich nicht völlig verhindern, aber durch eine optimale Hautpflege, eine ausgewogene Ernährung sowie ein gesunden Lebensweise kann die sichtbare Hautalterung verzögert und deutlich gemildert werden.

Das A und O für eine jugendliche Haut ist der Lichtschutzfaktor in den täglichen Pflegeprodukten. Die Haut ist ständig der UV-Strahlung ausgesetzt, sodass Tagescremes oder Make-up unabhängig von der Jahreszeit einen Lichtschutzfaktor enthalten sollten.

Anti-Aging-Cremes werden sehr häufig eingesetzt. Jedoch gilt es hier zu beachten, dass hauteigene Stoffe wie Hyaluron und Kollagen besser von der Haut verwertet werden können als chemische Substanzen. Natürlich kann eine Creme immer nur den IST-Zustand der Haut verbessern, so lassen sich feuchtigkeitsbedingte Fältchen mit Kosmetika mindern. Mimische Falten lassen sich jedoch nicht reduzieren.

Einen täglichen wichtigen Faktor für Anti-Aging bildet die Ernährung. Lebensmittel, wie zum Beispiel Tomaten, Karotten, Spinat, Brokkoli oder Beeren enthalten freie Radikalfänger, die sich positiv auf das Hautbild auswirken können. Ebenso können sich auch Soja-Produkte positiv auf die Hautalterung auswirken. Hierfür sind die enthaltenen Phyto-Hormone verantwortlich. Diese können dem sinkenden Östrogenspiegel entgegenwirken.

Regelmäßige Gesichtsgymnastik, wie auch spezielle Formen der Gesichtsmassage können stimulierend auf die kollagenen und elastinen Fasern der Haut wirken, sodass sich ein frisches und glattes Hautbild zeigen kann.

Titelbild © Goodluz – shutterstock.com

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